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DJI: Projekt Jugendhilfe und sozialer Wandel – Leistungen und Strukturen

Gesetzliche Veränderungen im Kinderschutz – empirische Befunde zu § 8a und § 72a SGB VIII

Perspektiven verschiedener Arbeitsfelder

Die inzwischen vorhandene Anerkennung von Kindern als eigenständige Rechtssubjekte hat dazu geführt, den Schutz ihrer Rechte, insbesondere ihrer körperlichen und psychischen Integrität, als öffentliche Aufgabe zu begreifen. Mit den gesetzlichen Veränderungen, die mit dem KICK in Kraft getreten sind, war die Hoffnung verbunden, Verbesserungen bei der Wahrnehmung des Kinderschutzauftrages, insbesondere bei der Gefährdungsabschätzung und der Vernetzung der verschiedenen Berufsgruppen, zu erreichen und die Handlungssicherheit für die Fachkräfte zu erhöhen. So stellt sich die Frage, ob sich diese Erwartungen auch erfüllt haben und welche Auswirkungen die gesetzlichen Vorgaben in der Praxis haben. Die hier vorgestellten Befunde stellen kein aktuelles Abbild des Umsetzungsstandes der gesetzlichen Vorgaben dar, z.B. ob inzwischen alle Kindertageseinrichtungen über Vereinbarungen nach § 8a SGB VIII mit dem Jugendamt verfügen. Die Befunde geben vor allem – auch aufgrund der zu verschiedenen Zeitpunkten erhobenen Datenbasis – Hinweise auf den Prozess der Umsetzung, die Zeiträume, die dafür vorgesehen werden sollten, die Unterschiede zwischen Arbeitsfeldern und Trägern und Auswirkungen der gesetzlichen Vorgaben.

Aufgabe des Projektes „Jugendhilfe und sozialer Wandel“ ist es, mittels eigener, in regelmäßigen Zeitabständen sich wiederholender, empirischer Erhebungen, die überregional, bundesweit sowie praxisfeld- und trägerübergreifend durchgeführt werden, Entwicklungen in der Jugendhilfe zu beschreiben, zu analysieren und sie hinsichtlich ihrer fachlichen Bedeutung zu bewerten.

Deutsches Jugendinstitut

Gesetzliche Veränderungen im Kinderschutz – empirische Befunde zu § 8a und § 72a SGB VIII

Perspektiven verschiedener Arbeitsfelder

München 2012
47 Seiten

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