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Soziale Frühwarnsysteme – Frühe Hilfe für Familien. Arbeitshilfe zum Aufbau und zur Weiterentwicklung lokaler sozialer Frühwarnsysteme

Arbeitshilfe

Grundlage der vorliegenden Arbeitshilfe war das Modellprojekt „Soziale Frühwarnsysteme in Nordrhein-Westfalen“ – gefördert vom Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes NRW. In seiner Entwicklungs- und Erprobungsphase (2001 – 2004) hat das Modellprojekt gezeigt, dass strukturierte, verlässliche und berechenbare Kooperationen von Fachkräften bei öffentlichen und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe, des Gesundheitssystems und von anderen familienbezogenen Dienstleistern einen wichtigen und sinnvollen Beitrag dazu leisten, riskante Lebenssituationen bei Kindern und Familien bzw. in ihren Lebenswelten frühzeitiger wahrzunehmen, zu beurteilen und entsprechend zu handeln.

Das Zusammenführen der drei Basiselemente: Wahrnehmen einer riskanten Entwicklung (in einem frühen Stadium), das Aussprechen einer eindeutigen Warnung und das konsequente Handeln zu einer geschlossenen Reaktionskette ist das Innovative eines sozialen Frühwarnsystems gegenüber den klassischen Präventionsansätzen. Eine qualifizierte Wahrnehmung für sich alleine verändert noch nichts an der Lebenssituation von Kindern und ihren Familien. Es gibt immer wieder Fälle in der Praxis, bei denen im Nachhinein deutlich wird, dass verschiedene Personen und Institutionen frühzeitig erste Anzeichen wahrgenommen haben, aber ihre Wahrnehmungen entweder gar nicht, zu uneindeutig oder an die falschen Institutionen weitergegeben haben, so dass die Wahrnehmungen bzw. die Warnungen keine Konsequenzen nach sich gezogen haben. Erst eine eindeutige Warnung an die verantwortlichen Akteure und Institutionen kann ein konsequentes Handeln nach sich ziehen. Die hier vorgelegte Arbeitshilfe ist vor dem Hintergrund der Erfahrungen in der Pilotphase an sechs Modellstandorten entstanden und soll ein Verständnis über die Grundideen des sozialen Frühwarnsystems vermitteln. Gleichzeitig sollen interessierte Kommunen und Verbände, lokale Akteure und Institutionen Anregungen und Hilfen für die Entwicklung konkreter lokaler Initiativen finden. Die Materialien umfassen sowohl Texte, die die theoretischen Grundlagen skizzieren als auch konkrete Vorschläge, wie die Idee eines sozialen Frühwarnsystems praktisch umgesetzt werden kann.

Sie können die Arbeitshilfe hier herunterladen.

Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.)

Soziale Frühwarnsysteme – Frühe Hilfe für Familien. Arbeitshilfe zum Aufbau und zur Weiterentwicklung lokaler sozialer Frühwarnsysteme

Düsseldorf 2005
32 Seiten, Download