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Standortbestimmung und Perspektiven: Wie entwickelt sich der Kinderschutz in NRW? Gemeinsame Bilanz und Anforderungen der Kommunen, der Landesjugendämter und der LAG Freie Wohlfahrtspflege zur Weiterentwicklung im Kinderschutz

Positionspapier

In den letzten Jahren hat sich aus dem Fachthema Kinderschutz ein öffentlicher, nicht zuletzt massenmedial geprägter Diskurs entwickelt. Dieser Diskurs beruhte zunächst weniger auf neuen Erkenntnissen im Kinderschutz selbst, sondern auf tragischen Einzelschicksalen, in denen nicht nur Kinder zu Tode kamen und Familien scheiterten, sondern – zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung – auch die öffentlichen und frei-gemeinnützigen Hilfesysteme versagt haben.

Nach der Skandalisierung gescheiterter Versuche von Institutionen, Kinder zu schützen und angesichts eines dramatischen Anstiegs der gemeldeten Kindeswohlgefährdungen haben die politisch Verantwortlichen in Kommunen, Ländern und Bund die Weiterentwicklung der Kinderschutzsysteme zu einem zentralen familien-, sozial und ordnungspolitischen Thema gemacht. Im Ergebnis haben wir heute neue Kinderschutzgesetze in einigen Bundesländern und – wenn auch nicht mehr in dieser Legislaturperiode – demnächst voraussichtlich auch auf Bundesebene. In NRW entstanden in fast allen Kommunen soziale Frühwarnsysteme, neue Programme „Früher Hilfen“ und neue Konzepte für den Kinderschutz. Aus diesem Grunde haben sich die Autoren des Positionspapiers dafür entschieden, eine gemeinsame Zwischenbilanz zu ziehen. Sie bilanzieren die Entwicklungen der letzten Jahre im Kinderschutz und beschreiben, welche Anforderungen für die Zukunft sich daraus ergeben. Die nachfolgenden Thesen sind das verdichtete Resultat des gemeinsamen Nachdenkens von Fachkräften und Verantwortlichen der Freien und Öffentlichen Träger. Sie sind in einem intensiven Kooperationsprozess entstanden, an dessen Anfang die Vorbereitung und Durchführung der Fachtagung „Kindesschutz gemeinsam gestalten“ stand. Die Denkanstöße werden veröffentlicht, um einen Beitrag zur Diskussion der erreichten Ergebnisse und der ungewollten Nebenwirkungen der zahlreichen Aktivitäten zu leisten. Vor Ort in den Kommunen, wo es gilt, eigene konkrete Bewertungen vorzunehmen, sollen die Diskurse zwischen politisch Verantwortlichen, Verwaltungen und Freien Trägern angeregt werden.

Sie können das Positionspapier hier herunterladen.

Landesarbeitsgemeinschaft der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege in Nordrhein-Westfalen (Hrsg.)

Standortbestimmung und Perspektiven: Wie entwickelt sich der Kinderschutz in NRW? Gemeinsame Bilanz und Anforderungen der Kommunen, der Landesjugendämter und der LAG Freie Wohlfahrtspflege zur Weiterentwicklung im Kinderschutz

2009
15 Seiten, Download