Kinderschutz im Wandel – die Definition des Begriffs der Kindeswohlgefährdung unter Berücksichtigung der Kinderrechte

Der heute allgemein akzeptierte Begriff von Kindeswohlgefährdung geht auf die 1950-er Jahre zurück. Es stellt sich die Frage, ob angesichts der vielfältigen gesellschaftlichen und gesetzlichen Veränderungen eine Veränderung unter Berücksichtigung der Kinderrechte erforderlich ist. In einem Projekt des Kompetenzzentrums Kinderschutz wurde diese Notwendigkeit untersucht. Nach einer wissenschaftstheoretischen Literaturstudie und dem Austausch mit Fachleuten wurden Empfehlungen für Politik und Praxis formuliert.

Der Abschlussbericht stellt den Projektablauf und die Ergebnisse umfassend dar.

Weitere Informationen

Das Bundeskinderschutzgesetz

Das Bundeskinderschutzgesetz

Am 1. Januar 2012 ist das Bundeskinderschutzgesetz in Kraft getreten. Das Gesetz steht für umfassende Verbesserungen im Kinderschutz in Deutschland. Es bringt Prävention und Intervention im Kinderschutz gleichermaßen voran und stärkt alle Akteure, die sich für das Wohlergehen von Kindern engagieren - angefangen bei den Eltern, über den Kinderarzt oder die Hebamme bis hin zum Jugendamt oder Familiengericht.

Verbesserung des Kinderschutzes

Das neue Bundeskinderschutzgesetz basiert auf einem breiten fachlichen Diskurs. Zentrale Grundlagen sind:

  • ein intensiver Fachdialog mit Expertinnen und Experten aus Verbänden, der Wissenschaft sowie den Ländern und Kommunen
  • Ergebnisse aus der Arbeit der Runden Tische "Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren" und "Sexueller Kindesmissbrauch".

Das Gesetz schließt zudem bestehende Lücken im Kinderschutz, indem es Erkenntnisse aus dem Aktionsprogramm "Frühe Hilfen" und seinen vielfältigen Projekten aufgreift und damit die Nachhaltigkeit der in diesem Kontext von Bund, Ländern und Kommunen unternommenen Anstrengungen im Kinderschutz sichert.

(Quelle: BMFSFJ, 2013)

Das Bundeskinderschutzgesetz

Weitere Informationen zum Bundeskinderschutzgesetz des BMFSFJ