www.kinderschutz-in-nrw.de / Für Erwachsene / Wenn Sie Hilfe brauchen / Strukturen der Hilfe in Deutschland

Was Jugendämter leisten

Broschüre

Die rund 600 Jugendämter in Deutschland sind in vielfältiger Weise für die Bildung, Beratung und Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Eltern verantwortlich. Dabei setzt das Jugendamt auf vorbeugende, familienunterstützende Angebote, die dazu beitragen, positive Lebensbedingungen für Familien zu schaffen. Die Fachkräfte in den Jugendämtern sind Profis für alle Fragen rund um die Erziehung. Die Aufgaben von Jugendämtern und ihren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind vielfältig. Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage wissen 37 Prozent der Befragten mit minderjährigen Kindern nicht, welche Leistungen Jugendämter anbieten.
Zu den wichtigsten Fragen rund um das Jugendamt finden Sie deshalb in der Broschüre „Was Jugendämter leisten“ Antworten auf die Fragen:

  • Was macht das Jugendamt?
  • Wie ist das Jugendamt aufgebaut?
  • Wie unterstützt das Jugendamt?
  • Wie erfolgt Qualitätsentwicklung in den Jugendämtern?

Weitere Informationen und Download

Antragsformulare für Hilfen aus dem Fonds Sexueller Missbrauch

Antragsformular

Seit dem 1. Mai 2013 gibt es den "Fonds Sexueller Missbrauch" für Betroffene sexuellen Missbrauchs im familiären Bereich. Hier können Betroffene Sachleistungen beantragen. Für den institutionellen Bereich sind die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen.

Im März 2010 hatte das Bundeskabinett die Einrichtung des Runden Tisches "Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich" unter dem gemeinsamen Vorsitz der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Bundesministerin für Justiz und der Bundesministerin für Bildung und Forschung beschlossen. Gleichzeitig wurde die Einsetzung einer unabhängigen Beauftragten als Ansprechpartnerin für Betroffene beschlossen. Ziel war es, Möglichkeiten der Prävention von sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in Abhängigkeitsverhältnissen zu erörtern und auf den Weg zu bringen sowie rechtspolitische Folgerungen aus den Taten der Vergangenheit zu ziehen.

Nach intensiver Arbeit haben die Mitglieder des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch im November 2011 ihren Abschlussbericht verabschiedet. In diesem wird unter anderem die Einrichtung eines ergänzenden Hilfesystems für diejenigen empfohlen, die in ihrer Kindheit bzw. Jugend sexuellen Missbrauch in der Familie oder in Institutionen erlitten haben und noch heute an diesen Folgewirkungen leiden.

Aus dem Fonds können Betroffene bis zum 30. April 2016 Sachleistungen beantragen.

Antragsberechtigt sind Betroffene, die als Kinder oder Jugendliche im familiären Bereich sexuell missbraucht wurden, also zum Tatzeitpunkt minderjährig waren.

Anträge sind in den Anlauf- und Beratungsstellen verfügbar. Diese unterstützen die Betroffenen kostenlos bei der Antragsstellung. Auf der Website www.fonds-missbrauch.de sind alle Anlauf- und Beratungsstellen aufgelistet. Der Antrag ist auch direkt auf der Website zu finden.

Kostenlose und anonymisierte Infotelefonnummer: 0800 4001050

Weitere Informationen 

Familienselbsthilfe in Nordrhein-Westfalen

Neue Broschüre

Die Broschüre „Familienselbsthilfe in Nordrhein-Westfalen“ zeigt Wege und Lösungen für den Einzelnen und seine Familie auf und lenkt den Blick der professionellen Systeme auf die Ressourcen der Familienselbsthilfe. Dabei übernimmt die Familienselbsthilfe auch eine Lotsenfunktion und steht Familien zuverlässig zur Seite. Die FSH greift eigene Anliegen auf und wird im Rahmen der individuellen Möglichkeiten und der ihr zur Verfügung stehenden Strukturen aktiv.

Die Wurzeln der Familienselbsthilfe liegen in den 70er Jahren. Die Familien besannen sich auf ihre Stärken, Kompetenzen sowie auf ihre Vielfalt. Sie wurden autonom und politisch und bildeten Netzwerke, Vereine und Hilfsstrukturen. Heute schafft die Familienselbsthilfe durch die Arbeit der Verbände den Spagat zwischen Privatleben und öffentlichem Raum. Sie ermuntert Familien in all ihren Erscheinungsformen, sich ihrer Stärken bewusst zu sein und will sie im Alltag entlasten, ohne zu bevormunden.

Die Familienselbsthilfe macht die Vielfalt der Familien und deren Ressourcen erst sichtbar. Sie umfasst unter anderem Elterninitiativen, Kindergruppen, Mütterzentren, Alleinerziehenden- und Stillgruppen. Damit die Verbände die Ressourcen von Müttern, Vätern und Kindern weiterhin stärken, flexibel auf ihren Bedarf reagieren und ihnen finanziell zur Seite stehen können, brauchen sie öffentliche Gelder, die langfristig zur Verfügung stehen. Deshalb ist die Familienselbsthilfe das Scharnier zur Kommunal- und Landespolitik.

Die Broschüre wurde vom Paritätischen Landesverband NRW e.V. herausgegeben und in Kooperation mit dem Deutschen Kinderschutzbund Landesverband NRW e.V., dem Mütterbüro NRW, dem Verband binationaler Familien und Partnerschaften, den PAN Pflege- und Adoptivfamilien NRW e.V. sowie mit dem Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. erstellt.


Weitere Informationen und Download