Telefonnummern und Onlineberatung

Bitte beachten Sie:

Das Kompetenzzentrum Kinderschutz bietet grundsätzlich keine Online-Beratung an. Beratungsanfragen per E-Mail sind nicht sicher und können vom Kompetenzzentrum Kinderschutz nicht beantwortet werden. Falls Sie eine persönliche Beratung wünschen, wenden Sie sich bitte an eine entsprechende Beratungsstelle.

Adressen:

Kinderschutz in NRW

Hilfeportal Sexueller Missbrauch

Sexuelle Gewalt ist ein gravierendes Problem für Mädchen und Jungen, aber auch für Erwachsene, die in ihrer Kindheit oder Jugend davon betroffen waren. Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs hat ein neues Online-Angebot vorgestellt. Das Hilfeportal informiert Betroffene, ihre Angehörigen und andere Menschen, die sie unterstützen wollen. Die bundesweite Datenbank zeigt, wo es in der eigenen Region Hilfsangebote gibt.

Das Portal www.hilfeportal-missbrauch.de liefert Hilfen für Betroffene oder Angehörige, die Beratungsangebote oder Materialien suchen. Fachkräfte, die mit dem Thema Kindesmissbrauch während ihrer Arbeit in einer Kindertagesstätte, Schule, Kirchengemeinde oder im Sportverein mit dem Thema sexueller Missbrauch konfrontiert sind, finden hier wichtige Informationen.

Außerdem können sich Mädchen und Jungen über Verlinkungen zu anderen kindgerechten Portalen, wie z.B. „Trau dich!“ oder „Hilfe! Schutz im Netz“, Hilfe holen.

Die Informationen auf diesem Portal sollen zukünftig in mehreren Sprachen erhältlich sein.

Weitere Informationen

 

Telefonische Anlaufstelle für Betroffene:

0800-22 55 530 (kostenfrei und anonym)

Ein Team aus dem Bereich der Psychologie, der Sozialpädagogik, der Medizin und der Beratung nimmt die Anrufe entgegen. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der telefonischen Anlaufstelle verfügen über langjährige berufliche Erfahrungen im Umgang mit sexuellem Missbrauch und sind für die Tätigkeit in der telefonischen Anlaufstelle speziell geschult. Die telefonische Anlaufstelle leistet jedoch keine therapeutische oder rechtliche Beratung. Sie nimmt Ihre Anliegen entgegen und zeigt, wenn gewünscht, Möglichkeiten der Hilfe und Unterstützung in Ihrer Nähe auf. Der Unabhängige Beauftragte und die Mitarbeiterinnen der ihm zugeordneten Geschäftsstelle sind in ihrer fachlichen Arbeit unabhängig und nicht weisungsgebunden. Organisatorisch sind der Unabhängige Beauftragte und die Geschäftsstelle beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend angesiedelt. Die Anrufe werden anonym entgegengenommen. Dabei bleiben sowohl die Anrufenden als auch das Team der telefonischen Anlaufstelle anonym.

Sprechzeiten:
montags: 08.00 Uhr bis 14.00 Uhr
dienstags, mittwochs, freitags: 16.00 Uhr bis 22.00 Uhr
sonntags: 14.00 Uhr bis 20.00 Uhr

Postalisch:
Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs
11018 Berlin

Fax: 030 / 18 555 4 15 51

E-Mail: kontakt[at]ubskm.bund[dot]de

Quelle: www.beauftragter-missbrauch.de

Weitere Informationen www.beauftragter-missbrauch.de 

Finanzielle Hilfen für Betroffene von sexuellem Missbrauch im familiären Bereich

Die Bundesregierung hat mit Wirkung zum 1. Mai 2013 den Fonds „Sexueller Missbrauch“ für Betroffene von sexuellem Missbrauch im familiären Bereich errichtet. Antragsberechtigt sind Menschen, die als Kind oder Jugendlicher im familiären Bereich sexuell missbraucht wurden, also zum Tatzeitpunkt minderjährig waren. Der Bund stellt für den Fonds 50 Millionen Euro zur Verfügung. Hier können Betroffene Sachleistungen beantragen. Für den institutionellen Bereich sind die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen.

Aus dem Fonds können Betroffene bis zum 30. April 2016 Sachleistungen beantragen.

Auskünfte zu den Regelungen des Fonds und Informationen zu Beratungsangeboten erhalten Sie unter folgender kostenloser und anonymisierter Telefonnummer:

0800 400 10 50

Im März 2010 hatte das Bundeskabinett die Einrichtung des Runden Tisches "Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich" unter dem gemeinsamen Vorsitz der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Bundesministerin für Justiz und der Bundesministerin für Bildung und Forschung beschlossen. Gleichzeitig wurde die Einsetzung einer unabhängigen Beauftragten als Ansprechpartnerin für Betroffene beschlossen.

Ziel war es, Möglichkeiten der Prävention von sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in Abhängigkeitsverhältnissen zu erörtern und auf den Weg zu bringen sowie rechtspolitische Folgerungen aus den Taten der Vergangenheit zu ziehen.

Nach intensiver Arbeit hatten die Mitglieder des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch im November 2011 ihren Abschlussbericht verabschiedet. In diesem wird unter anderem die Einrichtung eines ergänzenden Hilfesystems für diejenigen empfohlen, die in ihrer Kindheit bzw. Jugend sexuellen Missbrauch in der Familie oder in Institutionen erlitten haben und noch heute an diesen Folgewirkungen leiden.

Weitere Informationen www.fonds-missbrauch.de und www.bmfsfj.de 

"Initiative Vermisste Kinder" mit kostenloser Hotline für Eltern, Kinder und Jugendliche

Die bundesweit einzigartige „Initiative Vermisste Kinder“ aus Hamburg sucht weltweit nach Verschollenen. Bisher seien mit Hilfe der Organisation 75 vermisste Kinder gefunden worden, erklärte der Leiter Lars Bruhns.

Jedes Jahr 50.000 Anzeigen über vermisste Kinder und Jugendliche

Etwa 50.000 Anzeigen über vermisste Kinder und Jugendliche gehen in Deutschland jährlich bei der Polizei ein. Die meisten Kinder kehren schon nach kurzer Zeit wieder nach Hause zurück. Aber einige bleiben für lange Zeit oder gar für immer vermisst. Nach einer Erhebung des Bundeskriminalamtes sind dies derzeit 1.836 Kinder und Jugendliche.

Kostenlose, europaweite Hotline für Eltern und Kinder

Der „Initiative Vermisste Kinder“ wurde im März 2011 die kostenfreie, einheitliche Rufnummer 116 000 für eine europaweite Hotline für vermisste Kinder zugeteilt. Sie ist eine Anlaufstelle für alle Themen rund um vermisste Kinder. An sieben Tagen in der Woche, 24 Stunden am Tag werden Betroffene durch besonders geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Suche nach ihrem Kind unterstützt. Darüber hinaus werden Meldungen über vermisste Kinder entgegengenommen und an die Polizei weitergeleitet. Die Hotline 116 000 für vermisste Kinder ist rund um die Uhr und zum Nulltarif aus ganz Deutschland, sowohl vom Fest- als auch vom Mobilfunknetz zu erreichen. Auch der Anruf aus Telefonzellen ist kostenfrei möglich. Für Gehörlose, Ertaubte, Schwerhörige und Stumme ist die 116 000 per Fax zu erreichen.

Wer anrufen kann

Unter 116 000 können sich sowohl Eltern bzw. Bezugspersonen melden, die ein Kind oder einen Jugendlichen vermissen, die eine Kindesentziehung bzw. -entführung vermuten, aber auch Kinder und Jugendliche selbst, die z.B. von zu Hause ausgerissen sind und nicht mehr weiter wissen. Auch Hinweise zum Verbleib von vermissten Kindern werden unter dieser Hotline entgegengenommen.

Kein Ersatz für den Polizeinotruf 110

Allerdings ersetzt die Hotline für vermisste Kinder NICHT den polizeilichen Notruf unter der 110 bzw. den Euronotruf unter der 112. Im Notfall gilt es, sich sofort und direkt mit der Polizei über den Notruf 110 in Verbindung zu setzen bzw. die nächste Polizeidienststelle aufzusuchen!

Schnelle Hilfe durch Website

Auf der Website der Initiative finden betroffene Eltern Kontaktadressen und Rat für die entscheidenden ersten Stunden nach dem Verschwinden eines Kindes. Die Profile der vermissten Kinder werden auf der Facebook-Suchplattform "Deutschland findet Euch" eingestellt. Dazu gibt es die kostenlose App "Vermisst" für das Betriebssystem iOS. Für alle übrigen Betriebssysteme mobiler Kommunikationsgeräte steht eine sogenannte Web-App zur Verfügung. Ein Kölner Partnerunternehmen sorgt durch die Bereitstellung von Werbeträgern dafür, dass die Vermisstenmeldungen auch außerhalb des Internets für eine breite Öffentlichkeit sichtbar sind. So können innerhalb einer halben Stunde bundesweit auf mehr als 10.000 Infoscreens in Bahnhöfen, U- und S-Bahnstationen, Flughäfen sowie auf öffentlichen Plätzen Suchanzeigen veröffentlicht werden.

25. Mai als Internationaler Tag der vermissten Kinder

Am 25. Mai 1979 war im New Yorker Stadtteil Soho der damals sechsjährige Etan Patz spurlos verschwunden. Vier Jahre später wurde ihm zum Gedenken der Internationale Tag der vermissten Kinder eingeführt, der auch in Europa begangen wird.

Das Poster zur Hotline für vermisste Kinder
hotline_116000(2).pdf
PDF-Dokument [623.4 KB]
Download

Weitere Informationen

Die Nummer gegen Kummer für Erwachsene:

0800 – 111 0 550 (kostenfrei und anonym)

über das deutsche Festnetz und Handy montags bis freitags von 9-11 Uhr und dienstags und donnerstags von 17 bis 19 Uhr

Das Elterntelefon ist ein bundesweites telefonisches Gesprächs-, Beratungs- und Informationsangebot, das Eltern in den oft schwierigen Fragen der Erziehung Ihrer Kinder schnell, kompetent und anonym unterstützt. Am Elterntelefon können Eltern über ihre alltäglichen Sorgen, Ängste oder Unsicherheiten im Umgang mit Kindern sprechen und Unterstützung bei der Lösung von Problemen erhalten. Nummer gegen Kummer e.V. ist die Dachorganisation des größten telefonischen und kostenfreien Beratungsangebotes für Kinder, Jugendliche und Eltern. Zusammen mit seinen Mitgliedsorganisationen stellt der Verein mehr als 100 Telefonberatungsstellen in ganz Deutschland bereit. Nummer gegen Kummer e.V. ist Mitglied im Deutschen Kinderschutzbund und bei Child Helpline International.

Weitere Informationen

Die Online-Beratung kostet nichts, ist anonym und sicher. Das gewährleistet ein speziell entwickeltes Mail- und Chat-Verfahren, über das man nach der Anmeldung mit den Beratern Kontakt aufnehmen kann. Über die Online-Beratung der Caritas kann man einfach und sicher Fragen zu verschiedenen Hilfethemen, wie Leben im Alter, Schwangerschaft, Kinder und Jugendliche, Sucht, Schulden, etc. stellen. Wenn man will, dann kann man anonym bleiben. Die Expertinnen und Experten der Caritas beantworten die Fragen in der Regel innerhalb von zwei Werktagen.

Weitere Informationen

Mit dem bundesweiten Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen"

08000 116 016 (kostenfrei und anonym)

wird erstmals ein bundesweites und rund um die Uhr erreichbares Hilfeangebot für Frauen, die von Gewalt betroffen sind, geschaffen. Die Bundesregierung setzt damit ein zentrales Vorhaben des Koalitionsvertrags im Bereich Gewalt gegen Frauen um. In Deutschland gibt es bereits ein dichtes Netz von  Unterstützungseinrichtungen. Dennoch erreichen diese Angebote viele von Gewalt betroffene Frauen nicht. Es fehlt bislang ein Hilfeangebot, das jederzeit ohne Hürden, kostenlos, anonym, vertraulich, barrierefrei und bei Bedarf mehrsprachig erreichbar ist. Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" wird diese Lücke schließen. Es richtet sich an Frauen, die von Gewalt betroffen sind und Menschen aus ihrem sozialen Umfeld sowie Personen, die beruflich oder ehrenamtlich gewaltbetroffene Frauen beraten und unterstützen. Qualifizierte Beraterinnen werden kompetente Erstberatung anbieten und die Betroffenen zur weiteren Betreuung auf Unterstützungseinrichtungen vor Ort hinweisen. Für die Weitervermittlung an lokale Hilfeangebote wird eine Datenbank mit Beratungsstellen und Frauenhäusern erstellt. Das bundesweite Hilfetelefon wird beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) in Köln eingerichtet. Das Gesetz zur Einrichtung und zum Betrieb trat am 14. März in Kraft.

Weitere Informationen

© Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend