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Beratung der katholischen Kirche für Opfer sexuellen Missbrauchs

Informationen zu Beratungsstellen der katholischen Kirche in NRW für Opfer sexuellen Missbrauchs:

www.nrw-bistuemer.de

Bericht zur Hotline der Deutschen Bischofskonferenz für Opfer sexuellen Missbrauchs:

„Ich will dazu beitragen, dass so etwas heute nicht mehr passiert“ - Dieses Anliegen motivierte zahlreiche Betroffene sich bei der Hotline der deutschen Bischofskonferenz für Opfer sexuellen Missbrauchs zu melden, die vom 30.3.2010 bis 31.12.2012 geschaltet war. Viele Betroffene brachen nach Jahrzehnten ihr Schweigen. Es ging um Taten, die im Regelfall nicht zur Anzeige kamen und über die Betroffene vielfach erst nach Jahrzehnten im Kontext der Hotline berichten konnten. In tausenden Kontakten ergaben sich so zahlreiche Hinweise, welchen Umgang sich Betroffene mit ihrem Leid heute wünschen, und wie aus ihrer Sicht in Zukunft Straftaten in institutionellen Kontexten erschwert werden können. Diesen Anliegen soll ein Berichtsband ein Forum geben, um Praktikerinnen und Praktikern in der Prävention aus der Reflexion Anregungen für die Arbeit zu geben.

Im Januar 2014 erscheint ein zusammenfassender Berichtsband.

Evangelische Beratungsstellen

Prävention – Intervention – Hilfe: Aktiv gegen sexualisierte Gewalt

Die evangelischen Landeskirchen sind sich ihrer Verantwortung bewusst, wirksame Maßnahmen zur Prävention und Intervention bei sexuellem Missbrauch durch kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu ergreifen. Entsprechende Leitlinien und Hinweise, verbindliche Verfahrensabläufe sowie Programme zur Sensibilisierung zu diesem Thema sind lange etabliert und werden stets überarbeitet und weiterentwickelt.

Betroffenen und Angehörigen bietet die Evangelische Kirche und ihre Diakonie eine unabhängige Beratung an:

Außerdem existiert eine telefonische Anlaufstelle beim Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung:

Die Broschüre „Hinschauen - Helfen – Handeln“ und die Orientierungshilfe richten sich vornehmlich an kirchliche Einrichtungen und geben Leitlinien und Hinweise für die Arbeit vor Ort:

  • Hinschauen - Helfen - Handeln
    Hinweise für den Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung durch beruflich und ehrenamtlich Mitarbeitende im kirchlichen Dienst
  • Orientierungshilfe
    zu Unterstützungsleistungen an Betroffene sexuellen Kindesmissbrauchs in Anerkennung ihres Leids

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat sich in einer Vereinbarung mit dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, verpflichtet, die Leitlinien des Runden Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch“ zu Prävention, Intervention und Aufarbeitung bei der Entwicklung und Weiterentwicklung von Präventionskonzepten zu berücksichtigen. Die Unterzeichnung steht im Einklang mit weiteren Vereinbarungen und Erklärungen, die bereits zwischen dem Unabhängigen Beauftragten und den kommunalen Spitzen, den Wohlfahrtsverbänden oder dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) geschlossen wurden. Außerdem unterstützt die EKD die Kampagne „Kein Raum für Missbrauch“ des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs.

 (Quelle: Evangelische Kirche, 2013)

Beratungsstellen im Bereich sexueller Missbrauch/sexualisierte Gewalt

Mädchenhäuser und Beratung für Mädchen

Nordrhein-Westfalen verfügt über ein flächendeckendes Netz an Hilfeangeboten für  Mädchen in Not. Wohnangebote, Informationen, Beratung:

Mädchenzentrum Gelsenkirchen e.V.
Liboriusstraße 40
45881 Gelsenkirchen
Telefon: 0209 – 30 253
Mobil: 0177 – 38 053 05
E-Mail: maedchenzentrum-ge[at]t-online[dot]de
www.maedchenzentrum.com

femina vita – Mädchenhaus Herford e.V.
Höckerstraße 13
32052 Herford
Telefon: 05221- 50 6 22
E-Mail: mail[at]feminavita[dot]de
www.feminavita.de

Mädchenhaus Bielefeld e.V.
Renteistraße 14
33602 Bielefeld
Telefon: 0521 – 17 88 13
E-Mail: Maedchenhaus-Bielefeld[at]t-online[dot]de
www.maedchenhaus-bielefeld.de

ProMädchen – Mädchenhaus Düsseldorf e.V.
Corneliusstraße 68 – 70
40215 Düsseldorf
Telefon: 0211 – 48 76 75
E-Mail: info[at]promaedchen[dot]de
www.promaedchen.de

Verein Mädchenhaus Bonn e.V.
p/a Bitten Stuhlmann-Laeisz
Lützowstr. 1
53173 Bonn
Tel.: (0228) 351690
oder:(0228) 9 14 00 00
Fax: (0228) 366205
E-Mail: info[at]maedchenhaus-bonn[dot]de
www.maedchenhaus-bonn.de/

OUTLAW gGmbH
Mädchenhaus mia

Studtstraße 16
48149 Münster
Tel.: 02 51/ 55 019
Fax: 02 51/1 44 94 91
E-Mail: mia@outlaw-jugendhilfe.de
www.outlaw-jugendhilfe.de/maedchenhaus-mia.html

LOBBY FÜR MÄDCHEN e.V.
Mädchenhaus Köln e.V.

Geschäftsstelle
Fridolinstr. 14
50823 Köln
Telefon: 0221- 45 35 56 50
Telefax: 0221- 45 35 56 54
E-Mail: info[at]lobby-fuer-maedchen[dot]de
www.maedchenhauskoeln.de

Weitere Informationen und Adressen:www.maedcheninnrw.de/unsere-einrichtungen.html  oder www.frauennrw.de

N.I.N.A.

Die Abkürzung N.I.N.A. steht für Nationale Infoline, Netzwerk und Anlaufstelle zu sexueller Gewalt an Mädchen und Jungen.

Sie können N.I.N.A. unter der Nummer 01805 1234 65 anrufen. Hier erhalten Sie Hilfe und Informationen – direkt, unbürokratisch und auf Wunsch auch anonym.

Kein Kind kann sich alleine schützen. Rufen Sie N.I.N.A. an. Auch im Zweifelsfall.

N.I.N.A. – was kann ich erwarten?

  • Wenn Sie beobachtet haben, dass Mädchen oder Jungen von sexueller Gewalt bedroht sind, und Sie nicht wissen, was Sie tun sollen.
  • Wenn Sie einen Verdacht haben und nicht wissen, wie Sie damit umgehen sollen.
  • Wenn Sie grundsätzliche Fragen zu sexuellem Missbrauch haben oder einfach in Ruhe mit jemandem reden wollen.
  • Wenn Sie eine Adresse in Ihrer Nähe brauchen, an die Sie sich wenden können.
  • Wenn Sie Information über Literatur oder (Arbeits-) Materialien im Gebiet Aufklärung, Prävention, Intervention benötigen.
  • Wenn Sie Informationen über Anbieter von Präventionsprojekten sowie die entsprechenden Zugangswege suchen.

(Textquelle: eigene Darstellung, siehe http://www.nina-info.de)

N.I.N.A. e.V.
Steenbeker Weg 151
24106 Kiel
Telefon: 01805 1234 65
Fax.: 0431 70535018
E-Mail: mail[at]nina-info[dot]de
http://www.nina-info.de

Landesarbeitsgemeinschaft Wildwasser… gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Frauen

Die Landesarbeitsgemeinschaft besteht seit 1992 und ist ein Verbund verschiedener Wildwasser-Vereine in NRW. Konzeptionelle Basis aller Vereine ist die feministische, parteiliche Arbeit gegen sexualisierte Gewalt an Mädchen und Frauen.

Ziele der Landesarbeitsgemeinschaft

  • Das Ausmaß und die Folgen von sexualisierter Gewalt gegen Mädchen und Frauen sichtbar machen und langfristig verändern.
  • Die individuelle Begleitung und Unterstützung der Betroffenen in Form von Selbsthilfe, Beratung, Therapie und Krisenintervention.
  • Die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Thema "Sexualisierte     Gewalt/Sexueller Missbrauch" durch Informations-,     Präventionsveranstaltungen und Fortbildungen.

Aufgaben der Landesarbeitsgemeinschaft

  • Interessenvertretung der Wildwasservereine auf Landesebene
  • Förderung der öffentlichen, politischen und fachlichen Debatte zu     sexualisierter Gewalt gegen Mädchen und Frauen.
  • Vertretung der Belange von Mädchen und Frauen auf fachspezifischer     und politischer Ebene.
  • Auskunft- und Vermittlungsstelle für Interessierte und Ratsuchende auf     Landesebene.
  • Informationsvermittlung und Vernetzung innerhalb der LAG.
  • Informationsvermittlung und Vernetzung mit anderen feministischen     Mädchen- und Frauenprojekten in NRW
  • Fach- und Organisationsberatung zum Thema "Sexualisierte Gewalt     gegen Mädchen und Frauen".

Arbeitsbereiche und Angebote der einzelnen Wildwasser Vereine

Die einzelnen Vereinsprofile und -konzepte unterscheiden sich je nach lokalen Gegebenheiten in ihren inhaltlichen Arbeitsschwerpunkten und Angeboten.
(Textquelle: eigene Darstellung, siehe  www.wildwasser-lag.de)

LAG Wildwasser NRW
c/o Wildwasser Bochum e.V.
An den Lothen 8
44892 Bochum
Telefon:0234 297666
Fax:0234 2970677
E-Mail: WildwasserBo[at]aol[dot]com
www.wildwasser-lag.de

Zartbitter e.V. – Kontakt- und Informationsstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen

Zartbitter ist eine der ältesten Kontakt- und Informationsstellen gegen sexuellen Missbrauch, die sowohl betroffenen Mädchen als auch Jungen Unterstützung anbietet. Ebenso machte sich Zartbitter aufgrund der Pionierarbeit zu den Themenschwerpunkten sexueller Missbrauch in Institutionen, in den neuen Medien, im Rahmen von Pornoproduktionen, im Sport sowie Frauen als Täterinnen einen Namen. Die überregionale Bedeutung der Fachstelle  begründet sich nicht zuletzt in den von Zartbitter entwickelten Präventionskonzepten und -materialien. Aktuelle Arbeitsschwerpunkte und Angebote von Zartbitter: 

  • Krisenintervention und Beratung betroffener Mädchen und Jungen sowie ihrer Kontakt- und Vertrauenspersonen
  • Sexuelle Übergriffe unter Kindern in Vor- und Grundschulalter
  • Sexueller Missbrauch an Institutionen
  • Cyber-Mobbing und sexualisierte Gewalt in den neuen Medien
  • Erstellung von Präventionsmaterialien (Broschüren, Faltblätter, CDs, Hörspiele…)
  • Zartbitter-Präventionstheater gegen (Cyber-)Mobbing unter Kindern und Jugendlichen und sexualisierte Gewalt in den neuen Medien.

(Textquelle: eigene Darstellung, siehe http://www.zartbitter.de/gegen_sexuellen_missbrauch/Aktuell/900_wir_ueber_uns.php)

Zartbitter Köln e.V.
Kontakt- und Informationsstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen
Sachsenring 2-4
50677 Köln
Telefon 0221 31 20 55
Fax 0221 9 32 03 97
E-Mail: info[at]zartbitter[dot]de
www.zartbitter.de

Adressen vor Ort