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Medizinische Informations- und Beratungsstellen


Gesundheitsämter

Gesundheitsämter nehmen vielfältige Aufgaben im Gesundheitsschutz, bei der Gesundheitshilfe und in der Gesundheitsförderung wahr. Besondere Schwerpunkte sind der Infektionsschutz, die Hilfen für Menschen mit Behinderungen, mit psychischen Krankheiten und für ältere Menschen

Eine wichtige Aufgabe ist auch die Erhaltung der Gesundheit für Kinder und Jugendliche, die vom Kinder- und Jugendgesundheitsdienst wahrgenommen wird.

Hier finden sie eine Liste mit allen Gesundheitsämtern in NRW.

Bundesarbeitsgemeinschaft Ärztliche Beratungsstellen bei Vernachlässigung und Misshandlung von Kindern und Jugendlichen e.V.

Kinder und Jugendliche, die von Vernachlässigung, Misshandlung und Missbrauch betroffen sind bzw. bei denen der Verdacht auf ein solches übergriffiges Verhalten aufgekommen ist, werden von Ärztlichen Beratungsstellen beraten und begleitet.

Die Leitgedanken der Bundesarbeitsgemeinschaft und der ihr angeschlossenen Ärztlichen Beratungsstellen lassen sich so zusammenfassen:

  • Orientierung an den Interessen des Kindes
  • Schutz vor Gewalt
  • Hilfe nach erlittener Gewalt (körperlich, seelisch, sexuell)
  • Familienarbeit: Respekt zeigen, Unterstützung anbieten, Eigenkompetenz fördern, weitere innerfamiliäre Gewalt unnötig machen.
  • Schweigepflicht und Verschwiegenheitsrecht werden hoch eingeschätzt, es soll Vertrauen geschaffen werden.
  • Ermittlungsarbeit und Strafverfolgung sind Aufgaben von Polizei und Justiz.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft versteht sich als koordinierende Institution im ärztlichen Kinderschutz. Sie vertritt zurzeit 16 Ärztliche Beratungsstellen im Bundesland Nordrhein-Westfalen.
(Textquelle: eigene Darstellung, siehe www.aerztlicheberatungsstelle.de)

Bundesarbeitsgemeinschaft Ärztliche Beratungsstellen
bei Vernachlässigung und Misshandlung
von Kindern und Jugendlichen e.V.

Dr.-Friedrich-Steiner-Str. 5
45711 Datteln
Telefon: 02363 975467
Fax: 02363 975468
E-Mail: D.Hoffmann[at]kinderklinik-datteln[dot]de

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Kinder- und Jugendgesundheit: Gesund aufwachsen

Im Kindes- und Jugendalter bilden sich wesentliche gesundheitsrelevante Verhaltensweisen heraus, die für das Erwachsenenalter bestimmend sind. Viele Gesundheitsstörungen in jungen Lebensjahren werden zu Risikofaktoren für schwerwiegende Erkrankungen im späteren Leben. Die Förderung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist deshalb eine vorrangige Aufgabe von weitreichender Bedeutung.

Die BZgA richtet sich mit ihren Maßnahmen und Programmen sowohl an die Kinder und Jugendlichen selbst, als auch an die Eltern, Erzieher/innen, Lehrer/innen, an sozialpädagogische Kräfte und weitere Multiplikatoren. Die Materialien und Projekte werden aufgrund neuester Forschungsergebnisse entwickelt, sind zielgruppenspezifisch aufbereitet und werden regelmäßig evaluiert. Die begleitenden qualitätssichernden Maßnahmen sorgen dafür, dass Medien und Programme laufend angepasst und im Bedarfsfall neu entwickelt werden.

Dabei trägt die BZgA mit ihrem ganzheitlichen und lebensbegleitenden Konzept zur Förderung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen dem komplexen Zusammenspiel von persönlichen und sozialen Faktoren Rechnung. Die Maßnahmen setzen an den unterschiedlichen Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen an. Sie nehmen das individuelle Verhalten ebenso in den Blickwinkel wie die jeweiligen Rahmenbedingungen. Denn nur wenn die Lebensverhältnisse insgesamt ebenso wie die spezifischen Settings gesundheitsfördernd gestaltet sind, können sie Wissen, Einstellungen und gesundheitsgerechtes Verhalten überhaupt entfalten und dauerhaft festigen. Die Förderung der Chancengleichheit bildet hierbei in allen Maßnahmen eine Querschnittsaufgabe.

Bei ihren aktuellen Projekten verfolgt die BZgA mit der Vermittlung von Gesundheitswissen zudem das Ziel, die Erziehenden in ihrer Kompetenz zu fördern, die gesunde Entwicklung der Kinder zu fördern und potentielle Störfaktoren zu erkennen. Ein umfangreicher Katalog an Informationsmedien steht hier zur Verfügung. Neben einem breiten Angebot an Broschüren gibt es das Internetportal www.kindergesundheit-info.de rund um die gesunde Entwicklung von Kindern. Es wendet sich an Eltern wie auch an Fachkräfte, die in ihrer täglichen Arbeit mit Kindern und deren Familien zu tun haben. Umfassende Elterninformationen zum Früherkennungsprogramm für Kinder (U1-U9) wurden erprobt und wissenschaftlich evaluiert. Sie stehen in Form des Eltern-Ordners „Gesund groß werden" zur Verfügung. Fachkräfte des Gesundheitssystems und der Kinder- und Jugendhilfe schätzen den Eltern-Ordner über den Fokus der Früherkennungsuntersuchungen hinaus für die Information und Kompetenzstärkung von Eltern.

(Textquelle: eigene Darstellung, siehe www.bzga.de)

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Ostmerheimer Str. 220
51109 Köln
Telefon: 0221 8992-0
Fax: 0221 8992-300
E-Mail: poststelle[at]bzga[dot]de
www.bzga.de

RISKID - Frühwarnsystem im Medizinbereich zur Prävention von Kindesmisshandlung

RISKID ist ein dateibasiertes elektronisches Informationssystem für Ärzte. Beim RISKID Informationssystem wird die innerärztliche Information auf eine „virtuelle“ Großpraxis mit vielen Ärzten ausgedehnt.

Unter dem Schirm der ärztlichen Schweigepflicht wird es Ärzten ermöglicht, sich gegenseitig über Befunde und Diagnosen zu informieren. Voraussetzung für diesen Informationsaustausch ist, dass Ärzte zuvor das Anmeldeverfahren bei RISKID durchlaufen haben und zugelassen sind.

Der technische Ablauf orientiert sich an der bei Behörden für sensible Datenverwaltung üblichen Vorgehensweise.

Dies wurde durch großzügiges technisches und finanzielles Sponsoring ermöglicht.

Bei der jetzt vorliegenden Version für die deutschlandweite Anwendung erfolgt anders als beim ursprünglichen Duisburger Pilotprojekt zunächst eine Anfrage an das System, ob ein Kind, das als Patient neu angemeldet wird, bereits vorher von einem anderen Arzt als RISKID Patient eingestuft worden ist.

Ist dies der Fall, gibt es einen Hinweis, mit dem zuvor behandelnden Arzt in Verbindung zu treten, um ärztliche Befunde auszutauschen.

RISKID
Obmann der Duisburger Kinder- und Jugendärzte:
Dr. med. Ralf Kownatzki
Hinter dem Rathaus 4
47166 Duisburg
Telefon: 0203 548213
Fax: 0203 548212

E-Mail: info@riskid.de

Weitere Informationen www.riskid.de

Adressen vor Ort