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Angebot zur Durchführung einer Fallrevision im Kinderschutz

Aus Fehlern lernen – wer will das nicht?! Jugendämter oder freie Träger der Jugendhilfe, die rückblickend „kritische Fallverläufe“ im Kinderschutz aufarbeiten, können Risiken der eigenen Einrichtung verstehen und vor dem Hintergrund struktureller Rahmenbedingungen sichtbar machen.

Eine Fallrevision, die durch eine erfahrene externe Moderation angeleitet und begleitet wird, bietet allen in einem Kinderschutzfall beteiligten Fachkräften die Chance, einen wenig erfolgreichen Fall aus der jüngeren Vergangenheit systematisch aufzuarbeiten, um den Verlauf erklärend verstehen zu können. Ziel ist es, daraus resultierende Erkenntnisse für die Praxis zukünftiger Kinderschutzfälle zu ziehen.

Die Revision eines Falles beinhaltet die Rekonstruktion und das Nachzeichnen zurückliegender Ereignisse. Nicht die fallführende Fachkraft steht im Fokus der Fallrevision, sondern vielmehr  die beteiligten Hilfesysteme  sowie die betroffene Familie und zwar in ihrer Verschränkung. Der Blick wird geöffnet auf die Falldynamik aller beteiligten Personen und Institutionen, auf förderliche und hinderliche Strukturen, Kooperationen sowie Veränderungsmöglichkeiten – ohne dass die Beteiligten unter einem aktuellen Handlungsdruck stehen.

Das Kompetenzzentrum Kinderschutz (Deutscher Kinderschutzbundes Landesverband NRW e.V. in Kooperation mit dem Institut für soziale Arbeit e.V.) bietet die Anleitung, Begleitung und Durchführung  einer solchen Fallrevision kostenfrei an im Rahmen des Projektes „Modelle der methodischen Aufarbeitung von Kinderschutzfällen und der Praxis im Kinderschutz“ (gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen).

Die Durchführung einer Fallrevision nimmt mindestens fünf Stunden in Anspruch. Für eine sorgfältige strukturierte Vorbereitung sind ca. zehn Stunden einzuplanen. Eine enge Anleitung und Begleitung durch das Kompetenzzentrum Kinderschutz ist hierbei gewährleistet.

Ihre Ansprechpartnerin im Kompetenzzentrum Kinderschutz

Interessierte Fach-/ Leitungskräfte, die bei einem öffentlichen oder freien Träger der Jugendhilfe tätig sind, können sich über entsprechende Bedingungen hier näher informieren:

Katharina Henrichs
E-Mail: k.henrichs[at]dksb-nrw[dot]de
Tel.: 0202/747 65 88-23