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Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Gefährdungseinschätzung und der Schutzplanerstellung

Kinder und Jugendliche haben das Recht, an allen Entscheidungen mitzuwirken, die ihr Leben betreffen. Das gilt auch, wenn sie und ihre Eltern mit der öffentlichen Jugendhilfe in Kontakt kommen. Die gesetzlichen Regelungen dazu stehen im SGB VIII, dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (§§ 8, 8a, 36 und 55).

Demnach dürfen Kinder mitwirken, wenn es um die Gefährdungseinschätzung beim Verdacht auf Kindeswohlgefährdung geht – sofern ihr Schutz dadurch nicht infrage gestellt ist. Das Beteiligungs- und Mitwirkungsgebot gilt außerdem für den Prozess der Hilfeplanung und das Erstellen eines Schutzkonzepts. Darüber hinaus sollen Kinder und Jugendliche auch dann angehört werden, wenn sie einen Vormund bekommen sollen. So steht es im Gesetz.

Gute Beteiligungs-Modelle entwickeln

Die Praxis sieht aber ganz anders aus. Fachkräfte wissen zwar häufig, dass Jungen und Mädchen beteiligt werden sollen. Sie bemängeln aber, dass es dafür keine angemessenen Methoden und Settings gibt. Genau an dieser Lücke setzt das Projekt des Kompetenzzentrums Kinderschutz an. Im Mittelpunkt steht, wie die gesetzlich normierten Beteiligungs- und Beratungsvorgaben im Kinderschutz-Alltag der freien und öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe umgesetzt werden können.

Das Projekt gliedert sich in folgende Arbeitsbereiche:

  • Evaluation der bisherigen Beteiligungs- und Beratungspraxis

  • Exemplarische Beschreibung guter Praxismodelle

  • Weiterentwicklung einer Beteiligungs- und Beratungspraxis

  • Erarbeitung von Angeboten, die sicherstellen, dass Kinder und Jugendliche ihre Rechte auf Beteiligung kennen