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Lernwerkstätten zur Qualitätsentwicklung im Kinderschutz

Gute Kinderschutzarbeit ist ein Prozess, der auf Dauer angelegt ist und verschiedene Handlungsebenen und Wissensbereiche miteinander verknüpft. Das ist gerade in den Jugendämtern mit ihren komplexen Organisationsformen wichtig. Nationale und internationale Studien sowie Analysen problematischer Fallverläufe zeigen, dass Fehler nicht auf Probleme oder gar das Versagen einzelner Fachkräfte reduziert werden können. Vielmehr ist das Handeln im Kinderschutz in den Jugendämtern von einer Vielzahl struktureller, organisatorischer und personeller Faktoren beeinflusst – die sich von Kommune zu Kommune unterscheiden.

Den Kinderschutz vor Ort stärken

An diesem Aspekt setzt das Projekt „Qualitätsentwicklung im Kinderschutz – Schulung von Multiplikatoren in Jugendämtern zur Durchführung von Lernwerkstätten zum Thema Kinderschutz“ an. Es will die Kinderschutzarbeit nach § 8a SGB VIII in Nordrhein-Westfalen sowohl auf pädagogischer als auch auf struktureller Ebene stärken.

Auf einer zweitägigen Fortbildungsveranstaltung sollen sich 30 Mitarbeitende aus Jugendämtern im Rheinland und Westfalen-Lippe mit den Risikofaktoren für eine gute Kinderschutzarbeit auseinander setzen.  Ziel der Veranstaltung ist es, die Jugendamtsmitarbeiterinnen und –mitarbeiter zu befähigen, das erworbene Wissen in einem nächsten Schritt auf die eigene Organisation zu übertragen, um gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen Risikofaktoren zu analysieren und im Team Veränderungsprozesse einzuleiten.

Wissen in Lernwerkstätten weitergeben

Als Arbeitsform für die spätere Anleitung und Sensibilisierung der eigenen Kolleginnen und Kollegen zu dem Thema Risikofaktoren im Kinderschutz empfiehlt das Projektteam die Methode der Lernwerkstätten. Das ist eine kollegiale Arbeitsform, die die es ermöglicht, Probleme und Risiken der eigenen Arbeit im Kinderschutz im Team aufzudecken und gemeinsam zu diskutieren, ohne Experten von außen hinzuzuziehen. Die geschulten Mitarbeitenden sollen vielmehr als Multiplikatoren fungieren, d.h. die zentralen Inhalte der Schulung vermitteln und die Diskussionsprozesse moderierend begleiten.