Kinderschutz im Wandel – die Definition des Begriffs der Kindeswohlgefährdung unter Berücksichtigung der Kinderrechte

Der heute allgemein akzeptierte Begriff von Kindeswohlgefährdung geht auf die 1950-er Jahre zurück. Es stellt sich die Frage, ob angesichts der vielfältigen gesellschaftlichen und gesetzlichen Veränderungen eine Veränderung unter Berücksichtigung der Kinderrechte erforderlich ist. In einem Projekt des Kompetenzzentrums Kinderschutz wurde diese Notwendigkeit untersucht. Nach einer wissenschaftstheoretischen Literaturstudie und dem Austausch mit Fachleuten wurden Empfehlungen für Politik und Praxis formuliert.

Der Abschlussbericht stellt den Projektablauf und die Ergebnisse umfassend dar.

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Handreichung für Mitglieder von Jugendhilfeausschüssen

Per Gesetz haben Jugendhilfeausschüsse die Aufgabe, „sich mit allen Angelegenheiten der Jugendhilfe, insbesondere mit 1. der Erörterung aktueller Problemlagen junger Menschen und ihrer Familien sowie mit Anregungen und Vorschlägen für die Weiterentwicklung der Jugendhilfe, 2. der Jugendhilfeplanung und 3. der Förderung der freien Jugendhilfe“ zu befassen. Das Bundeskinderschutzgesetz zieht Umsetzungserfordernisse nach sich, die verschiedene Themen und Bereiche der Kinder- und Jugendhilfe betreffen. Von besonderem Interesse sind dabei die Vorgaben, die im Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz (KKG) formuliert sind, die vorzuhaltenden Möglichkeiten anonymer Beratung von Kindern und Jugendlichen ohne Kenntnis der Personensorgeberechtigten in Notlagen auf der Grundlage des § 8 SGB VIII, der neu strukturierte Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung (§ 8a SGB VIII), der Beratungsanspruch von Personen, die beruflich mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt stehendurch insoweit erfahrene Fachkräfte (§ 8b Abs. 1 SGB VIII) bei Anzeichen von Kindeswohlgefährdung oder die Entwicklung von Präventions- und Schutzkonzepten zur Gewährleistung der Rechte von Kindern in Einrichtungen und der Möglichkeiten der Beschwerde und der strukturellen Beteiligung bzw. die geforderte Qualitätsentwicklung nach § 79a SGB VIII.

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Broschüre

Das Gesetz zur Stärkung eines aktiven Schutzes von Kindern und Jugendlichen (Bundeskinderschutzgesetz – BKiSchG) ist seit nunmehr einem Jahr in Kraft. Die Kernstücke des Gesetzes umfassen den Bereich der allgemeinen Prävention, der Intervention und des Schutzes der Kinder und Jugendlichen in Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe. In der primären Verpflichtung steht hier der örtliche öffentliche Jugendhilfeträger, aber auch die Landesjugendämter als überört­liche Träger haben ergänzende Aufgaben im Rahmen der neuen Regelungen erhalten.

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Das Erweiterte Führungszeugnis

(Erweitertes) Führungszeugnis in der offenen Kinder- und Jugendarbeit und in der Arbeit des Kinderschutzbundes – Eine Arbeitshilfe

Broschüre zum Download, 2010

Wie kann man verhindern, dass Kinder und Jugendliche in pädagogischen Einrichtungen Opfer sexualisierter Gewalt werden? Ein Mittel der Prävention ist das erweiterte Führungszeugnis, das ab Mai 2010 jeder vorlegen muss, der hauptberuflich mit Kindern und Jugendlichen arbeitet.

Zum 1. Mai 2010 hat der Gesetzgeber im Bundeszentralregistergesetz (BZRG) in §§ 30a und 31 die Grundlage für das sogenannte erweiterte Führungszeugnis geschaffen, das für Personen erteilt werden kann, die beruflich, ehrenamtlich oder in sonstiger Weise kinder- oder jugendnah tätig sind. Für hauptberufliche Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe gilt nach dem Grundgedanken des § 72a SGB VIII (Persönliche Eignung) die Prüfung der persönlichen Eignung bei der Wahrnehmung der Aufgaben in der Kinder- und Jugendhilfe u.a. durch die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses.

Für Ehrenamtliche ist das erweiterte Führungszeugnis je nach Organisation optional; der Deutsche Kinderschutzbund hat es verbindlich eingeführt. Die vorliegende Arbeitshilfe gibt konkrete Informationen, zeigt Beispiele von Organisationen auf und hält Musterformulare vor. Broschüre hier herunterladen

Gesetzliche Veränderungen im Kinderschutz – empirische Befunde zu § 8a und § 72a SGB VIII - Perspektiven verschiedener Arbeitsfelder

Broschüre

Aufgabe des Projektes „Jugendhilfe und sozialer Wandel“ des Deutschen Jugendinstitutes ist es, mittels eigener, in regelmäßigen Zeitabständen sich wiederholender, empirischer Erhebungen, die überregional, bundesweit sowie praxisfeld- und trägerübergreifend durchgeführt werden, Entwicklungen in der Jugendhilfe zu beschreiben, zu analysieren und sie hinsichtlich ihrer fachlichen Bedeutung zu bewerten.

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