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Das Bundeskinderschutzgesetz – Inhalte und Umsetzungserfordernisse

Handreichung für Mitglieder von Jugendhilfeausschüssen

Per Gesetz haben Jugendhilfeausschüsse die Aufgabe, „sich mit allen Angelegenheiten der Jugendhilfe, insbesondere mit 1. der Erörterung aktueller Problemlagen junger Menschen und ihrer Familien sowie mit Anregungen und Vorschlägen für die Weiterentwicklung der Jugendhilfe, 2. der Jugendhilfeplanung und 3. der Förderung der freien Jugendhilfe“ zu befassen. Das Bundeskinderschutzgesetz zieht Umsetzungserfordernisse nach sich, die verschiedene Themen und Bereiche der Kinder- und Jugendhilfe betreffen. Von besonderem Interesse sind dabei die Vorgaben, die im Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz (KKG) formuliert sind, die vorzuhaltenden Möglichkeiten anonymer Beratung von Kindern und Jugendlichen ohne Kenntnis der Personensorgeberechtigten in Notlagen auf der Grundlage des § 8 SGB VIII, der neu strukturierte Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung (§ 8a SGB VIII), der Beratungsanspruch von Personen, die beruflich mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt stehendurch insoweit erfahrene Fachkräfte (§ 8b Abs. 1 SGB VIII) bei Anzeichen von Kindeswohlgefährdung oder die Entwicklung von Präventions- und Schutzkonzepten zur Gewährleistung der Rechte von Kindern in Einrichtungen und der Möglichkeiten der Beschwerde und der strukturellen Beteiligung bzw. die geforderte Qualitätsentwicklung nach § 79a SGB VIII.

Da die kommunalen Jugendhilfeausschüsse in ihrer Zusammensetzung heterogen sind, sie aber gleichzeitig umfassend zuständig für die strategischen Fragen sind und entsprechende Steuerungsaufgaben haben, erscheint ein einheitlicher Informationsstand über die

Umsetzungserfordernisse des Bundeskinderschutzgesetzes auf kommunaler Ebene hoch bedeutsam, um die Qualität der Arbeit der Jugendhilfeausschüsse zu unterstützen.

Der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband NRW e. V. hat im Auftrag des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW 2012 im Rahmen des Kompetenzzentrums Kinderschutz vier Regionalveranstaltungen für Mitglieder von Jugendhilfeausschüssen zum Bundeskinderschutzgesetz und seinen Umsetzungserfordernissen durchgeführt. Diese Handreichung greift die Themen, Informationen und Diskussionen aus diesen Regionalveranstaltungen auf.

 

Im ersten und ausführlichsten Teil wird das Bundeskinderschutzgesetz mit den bedeutsamsten gesetzlichen Regelungen vorgestellt und erläutert, zu einzelnen Aspekten kritisch betrachtet und Hinweise für Umsetzungsmöglichkeiten, gerade auch in der Zuständigkeit von Jugendhilfeausschüssen, gegeben. Der zweite Teil der Handreichung greift das Thema der Ombudschaft (Beschwerdestellen) in der Kinder und Jugendhilfe auf (Abdruck einer Präsentation), stellt die Ombudschaft Jugendhilfe NRW e.V. vor und stellt die „Zehn Empfehlungen zur Ausgestaltung der Rolle der Kinderschutzfachkraft (insoweit erfahrenen Fachkraft) nach den §§ 8a Abs. 4, 8b Abs. 1 SGB VIII und § 4 KKG“ des Instituts für soziale Arbeit e. V., des Deutschen Kinderschutzbundes Landesverband NRW e.V. und der Bildungsakademie BiS dar.

Eine Liste der verwendeten Literatur, mit Links und Download-Möglichkeiten weiterer Empfehlungen, Arbeitshilfen und Informationen zum Bundeskinderschutzgesetz beschließt die Handreichung.

Die Broschüre wurde vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

DKSB NRW e.V. (Hrsg.)

Das Bundeskinderschutzgesetz – Inhalte und Umsetzungserfordernisse

Handreichung für Mitglieder von Jugendhilfeausschüssen

Wuppertal 2012

53 Seiten

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