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Kooperativer Kinderschutz – Für ein Zusammenwirken von Gesundheits-, Kinder- und Jugendhilfe

für Ärzte/Ärztinnen, Hebammen, Geburtshelfer und andere engagierte Mitarbeiter/innen in der Gesundheitshilfe

Broschüre

Das Aufwachsen von Kindern ist keine reine Privatsache. In fast allen Fällen schrecklicher Kindesmisshandlung, -vernachlässigung oder gar -tötung waren die Familien sozial isoliert, fühlte sich das Umfeld kaum verantwortlich, wurden alarmierende Signale der Kinder missachtet, verdrängt oder fehlgedeutet. Meist waren es Informationslücken im Hilfesystem, die zu spät erkannt wurden. In den misslungenen Kinderschutzfällen waren viele involviert. Soll Kinderschutz gelingen, müssen eben diese vielen Akteure planvoll und engagiert zusammenarbeiten. Das Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz (KKG) als Teil des Gesetzes zur Stärkung eines aktiven Schutzes von Kindern und Jugendlichen (Bundeskinderschutzgesetz – BKiSchG) greift in seinem § 1 das Verständnis eines kooperativen Kinderschutzes auf.

Was tun, wenn ein Mediziner den Eindruck hat, ein Kind könnte misshandelt, sexuell missbraucht worden sein oder andere Gewalterfahrungen gemacht haben? Die Broschüre „Kooperativer Kinderschutz“ richtet sich an Ärztinnen, Ärzte, Hebammen, Geburtshelfer und andere Menschen in der Gesundheitshilfe. Sie informiert darüber, was Anzeichen für eine Kindeswohlgefährdung sein können und wer die richtigen Ansprechpartner in der Kinder- und Jugendhilfe sind.

Heute darf sich keine Institution, kein Amt und keine Profession mehr auf einen vermeintlichen “Inselstatus” zurückziehen. Alle Erwachsene, die Kinder zu Gesicht bekommen, sind Teil einer Verantwortungsgemeinschaft zum Wohlergehen des Kindes. Keiner von ihnen kann mehr sagen: “Das ist nicht meine Aufgabe” – weder ein Lehrer, noch ein Polizist und – auch kein Angehöriger der Heilberufe. Ärzte und Ärztinnen genießen großes Vertrauen und Ansehen. Kinderärzte/innen sind Respektpersonen, die den ersten Schritt machen können, um Eltern dazu zu bewegen, ihr Verhalten zu ändern oder sich Hilfe zu holen.

Deutscher Kinderschutzbund Landesverband NRW e.V. (Hrsg.)

Kooperativer Kinderschutz – Für ein Zusammenwirken von Gesundheits-, Kinder- und Jugendhilfe - für Ärzte / Ärztinnen, Hebammen, Geburtshelfer und andere engagierte Mitarbeiter/innen in der Gesundheitshilfe

Wuppertal 2012

23 Seiten, zu bestellen beim:
Deutschen Kinderschutzbund Landesverband NRW e.V.
Hofkamp 102
42103 Wuppertal
0202/7476588-0
info[at]dksb-nrw[dot]de

Die Arbeitshilfe ist kostenfrei, es fällt jedoch eine Versandkostenpauschale an. Weitere Bestellinformationen erhalten Sie unter www.kinderschutzbund-nrw.de