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Dienstag 15.März 2016

Videoprojekt über sexuelle Grenzverletzungen bei Menschen mit Behinderung

Das Medienprojekt Wuppertal sucht Interviewpartnerinnen und -partner für eine Dokumentation über sexuelle Grenzverletzungen bei Menschen mit Behinderungen. Das vielfach ausgezeichnete Projekt will damit einem großen Tabu entgegenwirken. Geplant sind Gespräche mit Betroffenen und deren Angehörigen sowie mit Personen aus der Arbeit mit Menschen mit Behinderung und Experten aus Beratungsstellen. Die Intimsphäre der Menschen vor der Kamera wird dabei geschützt. Die Interviews werden in Absprache mit den Beteiligten gedreht.

Der Hintergrund: Menschen mit Behinderung unterliegen einem zwei- bis dreimal höheren Risiko, Opfer von sexueller Grenzverletzung zu werden. Einem Menschen mit Behinderung, insbesondere mit einer geistigen Behinderung, kann in gewissen Fällen nicht bewusst sein, wann eine Grenze überschritten wurde oder er kann dies nicht verbalisieren. Auch wird ihnen oft der Bezug zur Sexualität abgesprochen. Die Täter kommen meistens aus dem Umfeld : aus der eigenen Familie, dem Freundeskreis, dem Personal betreuender Institutionen etc. Übergriffe können auch zwischen Menschen mit Behinderung oder von diesen gegenüber Betreuenden passieren.

Der Film soll 2016 produziert werden. Nach seiner Fertigstellung wird er öffentlich im Kino präsentiert und auf DVD für die Bildungs- und Präventionsarbeit vertrieben.

Kontakt:

Medienprojekt Wuppertal
Sebastian Bergfeld, Andreas von Hören
E-Mail: info[at]medienprojekt-wuppertal[dot]de
Fon: 0202-563 2647

Quelle: Medienprojekt Wuppertal

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