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„Aber niemand hat etwas getan …“ – Einschätzung und Handeln bei Verdacht auf sexuelle Gewalterfahrungen in Kindheit und Jugend

Veranstaltungsbeschreibung

Knapp ein Jahrzehnt nach dem sogenannten Missbrauchsskandal von 2010 ist das Ausmaß sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche unverändert hoch. Andererseits herrscht häufig nach wie vor eine große Unsicherheit gerade im Umgang mit Hinweisen und Andeutungen von Kindern und Jugendlichen, die von sexueller Gewalt betroffen sind, bei gleichzeitig subjektiv sehr stark empfundenem Handlungsdruck. Häufig „erzählen“ Kinder und Jugendliche zunächst eher durch ihr Verhalten als durch Sprache von ihren Erfahrungen. Hieraus ergeben sich für Alle, die am Erziehungsprozess von Kindern und Jugendlichen beteiligt sind (Erzieher, Lehrer; Pädagogen; Mitarbeiter der öffentlichen oder freien Jugendhilfe etc.) große Herausforderungen im Rahmen der Einschätzung und des Handelns bei einem Verdacht auf sexuelle Gewalterfahrungen.

Inhalte

  • Definitionen und Formen sexueller Gewalt / sexuellem Missbrauch als einer Form von Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen
  • Excurs – Sexuelle Übergriffe bzw. sexuelle Gewalt unter Kindern oder Jugendlichen
  • Psychodynamik, Bedeutung und Folgen sexueller Gewalterfahrungen von Kindern und Jugendlichen
  • Psychische Situation von Kindern und Jugendlichen in Gefährdungslagen durch sexuelles Gewalterleben
  • Belastungsreaktionen und symptomatische „Bewältigungsstrategien“ von – Kindern und Jugendlichen in Folge sexueller Gewalterfahrungen
  • Handeln bei gewichtigen Anhaltspunkten für eine sexuelle Gewalterfahrung von Kindern und Jugendlichen
  • Gemeinsame Bearbeitung von Fällen aus der Praxis der Teilnehmenden
 

Referent*in

Birgit Köppe-Gaisendrees, Traumatherapeutin, Leiterin Ärztliche Kinderschutzambulanz Bergisch-Land

Martin Roggenkamp, Dipl.-Sozialpädagoge, Systemischer Familientherapeut, Fachberater für Psychotraumatologie, stellv. Gesamtleitung der Ärztlichen Kinderschutzambulanz Bergisch Land

Zielgruppe

Pädagogische Fachkräfte der öffentlichen und freien Jugendhilfe, Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen

Weitere Informationen

Datum

11.12.+12.12.2019

Veranstaltungsort

Willi-Michels-Bildungsstätte, Hattingen

Veranstalter

Bildungsakademie BiS

Kosten

350 Euro (inkl. Tagesverpflegung, davon 305 Euro reine Seminarkosten)
400 Euro (inkl. Tagesverpflegung, Übernachtung)

Anmeldeschluss

28.10.2019
Ansprechpartner*in (inhaltlich)

Birgit Knauer, Tel.: 0202 74 76 588-20
b.knauer[@]bis-akademie[.]de

Ansprechpartner*in (organisatorisch)Anne Wissemann, Tel.: 0202 74 76 588-20
info[@]bis-akademie[.]de

Link zur Anmeldung

Online-Anmeldung

Link für weitere Informationen

www.bis-akademie.de