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Akute Kindeswohlgefährdung durch stetige Vernachlässigung – Was das Familiengericht braucht, um tätig zu werden

Veranstaltungsbeschreibung

Der Umgang und die Begegnung mit vernachlässigenden Eltern und ihren Kindern ist ein drängendes Thema für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe. Emotionale Vernachlässigung steht allerdings im Gegensatz zu körperlicher Misshandlung und sexueller Gewalt viel seltener im Fokus der (öffentlichen) Wahrnehmung. Das ist fatal, denn Vernachlässigung ist die häufigste Form der Kindeswohlgefährdung und spielt somit eine zentrale Rolle im Kinderschutz!

Es gibt nachvollziehbare Gründe, warum das Thema schnell aus dem Blick gerät: Vernachlässigung ist keine aktive Misshandlung mit deutlich sichtbaren Spuren, sondern eine durch das Unterlassen von entwicklungsnotwendigem fürsorglichen Handeln eher stille Gewaltform gegen Kinder. Und sie lässt sich in der Praxis oft schwer abgrenzen von anderen Formen körperlicher und psychischer Misshandlung.

Oft ist es nicht einfach zu erkennen und gegenüber dem Familiengericht darzulegen, dass eine stetige Vernachlässigung zu einer akuten Kindeswohlgefährdung geführt hat.

Leitende Fragen der Fortbildung:

  • Welche „Wege“ zum Familiengericht gibt es, und wer schaltet es ein?
  • Welche Informationen braucht das Familiengericht, um in solchen Fällen tätig zu werden?
  • Was passiert am Familiengericht nach der Meldung einer Kindeswohlgefährdung?
  • Wieso entscheidet das Gericht manchmal anders als beantragt, und was kann man dann tun?

Diese und andere Fragen werden neben kurzen Inputs zu rechtlichen Rahmenbedingungen anhand von Beispielen der Teilnehmer*innen und der Familienrichterin praxisnah erörtert.

(Text aus der Ausschreibung)

Referent*in

Natalie Burggraf, Amtsgericht Eutin

Zielgruppe

Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe, insbesondere aus dem Allgemeinen Sozialen Dienst

Weitere Informationen

Datum

21.11.2019

Veranstaltungsort

Köln, Veranstaltungsräume der Kinderschutz-Zentren, Bonner Straße 147

Veranstalter

Die Kinderschutz-Zentren

Kosten

Tagungsgebühr 145 Euro plus 10 Euro Getränkepauschale

Link zur Anmeldung

Anmeldung

Link für weitere Informationen

www.kinderschutz-zentren.org