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Kinder psychisch erkrankter und/oder suchtkranker Eltern im Spannungsfeld zwischen Prävention und Kindeswohlgefährdung

  

Veranstaltungsbeschreibung

Das Gesundheitswesen, die Jugendhilfe und die Bildungsinstitutionen werden zunehmend von Familien in Anspruch genommen, die sich in Multiproblemlagen befinden. Bei den Eltern lassen sich dabei sehr häufig traumatische Erfahrungen in ihrer eigenen Kindheit wie z.B. emotionale und physische Vernachlässigung, unverarbeitete Beziehungsverluste, Gewalt und/oder sexueller Missbrauch nachweisen. Eine gesicherte Diagnose besteht in den meisten Fällen nicht, entsprechende Abklärungsmaßnahmen werden von den Eltern häufig abgelehnt. Besonderen Belastungen und Gefährdungen sind dabei die minderjährigen Kinder ausgesetzt. Das frühzeitige Erkennen und Einordnen psychischer Verhaltensauffälligkeiten der Eltern und eines begleitenden Suchtmittelmissbrauchs bildet die Voraussetzung dafür, dass den betroffenen Familien geeignete Hilfen zur Verfügung gestellt oder kindeswohlgefährdende Konstellationen erkannt werden können.

Ziel
Die Teilneilnehmenden erhalten einen guten Überblick über erziehungsrelevante Auswirkungen von psychischen Erkrankungen und Suchterkrankungen der Eltern sowie Interventionsstrategien in Bezug auf Prävention und Kinderschutz.

Inhalte
Tag 1

  • Beeinträchtigung des Fürsorgeverhaltens d.h. von Feinfühligkeit und Responsivität gegenüber den kindlichen Bedürfnissignalen mit einem erhöhten Risiko der emotionalen Vernachlässigung (Bindungsstörung)
  • Einschränkung der Schutzfähigkeit gegenüber äußeren Gefahren (z.B. gegenüber Unfällen, Gewalt oder sexuellem Missbrauch etc.)
  • Herabsetzung der Verhaltenssteuerung mit einer potenziellen Gefährdung der Kinder durch gewalttätige Impulskontrollverluste
  • Reduktion der Stresstoleranz mit dem erhöhten Risiko von physischer Vernachlässigung der Kinder (Verwahrlosung)
  • Auswirkung des Eltern-Verhalten auf die kindliche Entwicklung und das (Selbst-)Verständnis von Kindern

Tag 2

  • Voraussetzungen einer zielgerichteten und integrierten Kooperation zwischen dem Gesundheitswesen einschließlich Erwachsenen- Kinder-Jugendpsychiatrie, der Kinder- und Jugendhilfe und den Bildungsinstitutionen
  • Traumapädagogische Methoden beim Umgang mit den Eltern mit dem Ziel von Vertrauensaufbau und Ressourcenstärkung im Spannungsfeld zwischen Hilfe und Kontrolle
  • Bindungsförderung zwischen den Eltern und den Kindern
  • Diagnostische und präventive Arbeit mit den Kindern einschließlich einer Einschätzung deren Entwicklungsgefährdung
  • Grenzen von Prävention und Hilfe mit Einleitung von Kinderschutzmaßnahmen
  • Fallarbeit
 

(Text aus der Ausschreibung)

Veranstalter

Bildungsakademie BiS

Zielgruppe

Pädagogische Fachkräfte der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe, Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen

Weitere Informationen

Datum

24./25.08.2021

Veranstaltungsort

Int. ev. Tagungszentrum, Wuppertal

Referent*in

Katrin vom Hoff, Diplom-Sozialpädagogin, Personenzentrierte Kinder- und Jugendlichentherapeutin (GwG), Systemische Supervisorin

Dr. Michael Hipp, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes Hilden / Kreisgesundheitsamt Mettmann

Kosten

390 Euro (inkl. Tagesverpflegung, davon 320 Euro reine Seminarkosten)
481 Euro (inkl. Tagesverpflegung/Übernachtung)
Ansprechpartner*in (inhaltlich)Birgit Knauer
Tel.: 0202 74 76 588 20
E-Mail: b.knauer[@]bis-akademie[.]de
Ansprechpartner*in (organisatorisch)Anne Wissemann
Tel.: 0202 74 76 588 20
E-Mail: info[@]bis-akademie[.]de

Link zur Anmeldung

Online-Anmeldung

Link für weitere Informationen

www.isa-muenster.de