2025 meldeten Jugendämter 10 % mehr Kindeswohlgefährdungen
Die Zahl der Kindeswohlgefährdungen ist das vierte Mal in Folge auf einen neuen Höchststand gestiegen.
Im Jahr 2025 haben die Jugendämter in Deutschland bei rund 79 800 Kindern oder Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung durch Vernachlässigung, psychische, körperliche oder sexuelle Gewalt festgestellt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 10 % oder rund 7 000 Fälle mehr als 2024. Damit hat sich die Fallzahl seit Beginn der Zählung im Jahr 2012 mehr als verdoppelt - damals lag sie erst bei rund 38 300 Fällen (+108 % oder +41 500 Fälle).
Seit 2012 haben die Kindeswohlgefährdungen mit Ausnahme der Jahre 2017 (‑0,1 %) und 2021 (‑1,0 %) kontinuierlich zugenommen. Gründe für das starke Wachstum können - neben einer tatsächlichen Zunahme der Gefährdungsfälle - auch eine höhere Wachsamkeit und Anzeigebereitschaft beim Thema Kinderschutz, Verbesserungen in der Kooperation und Qualifizierung der Fachkräfte und gesetzliche Neuerungen sein.
- Quelle und weitere Infomationen: Destatits-Pressemitteilung vom 13. August 2026
- Zu dem Thema hat Sabine Andresen, Prädsidentin des Kinderschutzbundes, im Deutschlandfunk ein Interview gegeben.