Nach § 8a SGB VIII ist vom Gesetzgeber bei Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung ein verbindliches Verfahren vorgesehen. Bei der Einschätzung eines Gefährdungsrisikos sollen im Kinderschutz erfahrene Fachkräfte hinzugezogen werden. Allerdings gibt es keine eindeutigen Vorgaben zu Qualifizierung und Arbeitsbedingungen dieser insoweit erfahrenen Fachkräfte. Vor diesem Hintergrund ist die Landeskonferenz für insoweit erfahrene Fachkräfte mit koordinierenden Aufgaben in NRW ein wichtiges Forum des fachlichen Austauschs und der Vernetzung.
Insoweit erfahrene Fachkräfte mit koordinierenden Tätigkeiten tauschen sich aus
Die Landeskonferenz wird seit 2011 halbjährlich vom Kompetenzzentrum Kinderschutz organisiert und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Qualitätsentwicklung in diesem anspruchsvollen Tätigkeitsbereich. Angesprochen sind insoweit erfahrene Fachkräfte öffentlicher und freier Träger, deren Arbeit auch übergreifende, koordinierende Aufgaben einschließt. Dazu gehören beispielsweise die Qualifizierung von Fachkräften zum Umgang mit einer vermuteten Kindeswohlgefährdung oder die Koordination von Netzwerken oder Arbeitskreisen.
Erfahrungen aus Forschung und Praxis verbinden
Die Anbindung der Landeskonferenz im Kompetenzzentrum Kinderschutz NRW fördert den Informationsfluss zwischen Praxis, Wissenschaft und Landespolitik. Wesentliche Fragestellungen aus der Landeskonferenz werden vom Kompetenzzentrum aufgegriffen und beispielsweise durch die Erarbeitung von Arbeitshilfen und Empfehlungen ins Praxisfeld zurückgegeben. Zusätzlich findet ein regelmäßiger Austausch mit dem Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen statt, das die Landeskonferenz und alle weiteren Projekte des Kompetenzzentrums fördert.
Sprecherinnen der Landeskonferenz
Die Sprecherin für die öffentlichen Träger ist Målin Spanel (Stadt Duisburg). Ihre Vertreterin ist Kira Bergmann (Stadt Haan).
Susanne Gessat (IN VIA Köln) ist die Sprecherin für die freien Träger, die Vertreterin ist Angela Schaaf (Der Kinderschutzbund Bonn).




Warum die Landeskonferenz ihre Mitglieder bereichert
Zur 30. Landeskonferenz im September 2026 erzählen einige Mitglieder, was sie an der Landeskonferenz schätzen und wovon sie persönlich profitieren.
Kontakt zur Landeskonferenz
Sie erreichen die Landeskonferenz über das Kompetenzzentrum Kinderschutz: kompetenzzentrum.kinderschutz[@]dksb-nrw[.]de
Die Ansprechpartnerin ist Sabrina Müller-Kolodziej.
Zusätzliche Informationen als Download
Positionspapier zur Implementierung des Themas Kinderschutz in der Ausbildung von Fachkräften mit staatlicher Anerkennung, die Leistungen im Wirkungsfeld des SGB VIII erbringen
Die Landeskonferenz wendet sich an die Politik und fordert: Kinderschutzkompetenzen müssen als verpflichtender Inhalt in alle einschlägigen Ausbildungen und Studiengänge aufgenommen und über die Vorgaben zur staatlichen Anerkennung gesichert werden.
Zum Positionspapier vom 18.09.2026
Flyer des Kompetenzzentrums Kinderschutz NRW
Dieser Flyer enthält auch detaillierte Informationen über die Arbeit der Landeskonferenz.
Positionspapier "Kinderschutz in der Ausbildung"
Im Positionspapier nimmt die Landeskonferenz der koordinierenden Kinderschutzfachkräfte NRW zum Kinderschutz in der Ausbildung Stellung.


